Kosten senken - Wohnwert steigern - Umwelt schonen

Warum sollte man eigentlich unbedingt den Dachboden dämmen?

Wärme steigt immmer nach oben, man geht davon aus das bei einem unzureichend gedämmten Dachboden bis zu 20% Wärmeverlust auftreten können. Das ist der höchste Verlust am Haus den eine Einzelfläche verursacht. Im Sommer hingegen heizen sich die Dachziegel extrem auf und geben die Wärme nach innen ab.

Welche Dämmstoffe kann man nutzen?

Ganz pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn man kann recht viele Dämmstoffe nutzen, da hier auch Dämmstoffe verwendet werden können, die nicht wasserfest oder belastungsfest sein müssen.

Welche Dämmstoffdicke ist sinnvoll?

Soll der Dachboden bewohnt werden gibt die EnEV 2009 einen U-Wert von 0,25 W/m vor. Dieser Wert wird in etwa erreicht wenn man zum Beispiel eine 16 cm dicke Schicht aus Stein- oder Glasswolle nutzt.
Mehr ist natürlich immmer besser, gerade weil bei den genannten Dämmstoffen die Preise für höhere Dämmstoffstärken fast zu vernachlässigen sind.

Der wichtigste Punkt bei der Dachdämmung, wie übrigens bei allen anderen Wärmdämmmaßnahmen auch, ist die möglichst präzise Ausführung der Arbeiten. Jede noch so kleine Ritze zwischen den Dämmmaterialien oder in den Anschlussbereichen zwischen Dämmstoff und Wänden-Sparren kann durch Nässebildung aufgrund von Kältebrücken zu Schäden am Haus führen.

Aufsparrendämmung für Neubauten und Dachsanierungen - besser geht es nicht

Anders als bei der Wohnraum reduzierenden Untersparrendämmung oder der nachrüstbaren Zwischensparrendämmung wird das Dämmmaterial hierbei nicht unter bzw. zwischen den Dachsparren verlegt, sondern darauf. Die Dachziegel liegen direkt auf der Dämmung.
Diese Art der Isolierung empfiehlt sich vor allem bei einem Neubau, ist aber beim Altbau ebenfalls möglich, wenn im Rahmen der Dachsanierung eine neue Eindeckung geplant ist.
Zur Dämmung werden in der Regel Polystyrol-Verbundplatten, Polyurethan-Platten sowie verschiedene Arten von Mineralwolle verwendet. Aber auch natürliche Dämmstoffe wie Zelluloseplatten oder Hanfmatten sind denkbar. Moderne System bieten Dampfsperre, Wärmedämmung und Unterspannbahn in einem.
Eine Aufsparrendämmung kann selbstverständlich auch in Kombination mit einer Dämmung zwischen den Dachsparren erfolgen.

Dämmung der Dachschrägen

Bei der Zwischen- bzw. Untersparrendämmung wird die Dämmung von innen montiert, entweder zwischen oder eben unter den Sparren.

Zwischensparrendämmung

Sind die Sparren des Daches in der Standardweite von 58-60 cm Abstand gesetzt, kann man eine Zwischensparrendämmung sehr einfach zum Beispiel mit Glasfaserbahnen, die es auf Rollen zu kaufen gibt, umsetzen. Dabei werden die Bahnen auf Länge geschnitten und einfach zwischen die Sparren geklemmt.
Aber gerade im Altbaubereich kann es vorkommen, dass die Sparren weniger regelmäßig oder gerade laufen. Hier ist Rollenware eher ungeeignet, da Ritzen zwischen der Dämmung und den ungleichmäßig verlaufenden Sparren entstehen. Geeignet sind sogenannte Dämmkeile z. B. aus Steinwolle, die man so zuschneiden kann, dass sie in jeden beliebigen Zwischenraum passen.

Untersparrendämmung

Bei einer Untersparrendämmung wird das Dämmmaterial auf die fertige Dachverkleidung, je nach Untergrund geklebt oder geschraubt. Im Handel gibt es Fertigelemente aus Gipskartonplatten mit einer rückseitigen Schicht aus Polystyrol-Dämmplatten, die leicht verarbeitet werden können. Eine Untersparrendämmung wird in der Regel nur als zusätzliche Dämmung zu einer bereits vorhandenen Zwischen- oder Aufsparrendämmung angebracht werden.

Dämmung der obersten Geschossdecke

Wird der Dachboden nicht als Wohnfläche, sondern nur als Abstellraum oder zum Wäschetrocknen genutzt wird, entfällt eine aufwendige Dämmung der Dachschrägen. Es wird eine Dämmschicht auf der obersten Geschossdecke aufgebracht, die dabei verwendeten Dämmstoffe müssen druckbelastbar sein, um das Begehen des Dachbodens zu ermöglichen. 

Dachboden-Dämmelemente Pornit-fb bestehen aus
Spanplatten V 19 mm und expandierten Polystyrol EPS WLG 035
mit Stärken von 40-220 mm und können auf allen Rohdecken verlegt werden. Zum Schutz der Spanplatte gegen aufsteigende Diffusionsfeuchtigkeit ist eine Dampfsperre aus PE-Folie notwendig.

Die Energieeinsparverordnung soll 2012 reformiert werden. Nach dem beschlossenen Atomausstieg kann von einer weiteren Erhöhung der Effizienzstandards ausgegangen werden.


Energiesparen durch Dämmen ist aktiver Klimaschutz.