Kosten senken - Wohnwert steigern - Umwelt schonen

Die Raumheizung ist der größte Energieverbraucher in deutschen Haushalten.

Im "Modernisierungsratgeber Energie" der dena wird anschaulich, wie groß die Sparpotenziale allein durch Dämmmaßnahmen sind. Während bei einem ungedämmten Einfamilienhaus pro Jahr über 10.100 Kilowattstunden Heizenergie durch die Wände entweichen, sind es nach der Außenwanddämmung nur noch 2.200 Kilowattstunden. Erst wenn die Außenhülle des Hauses warm eingepackt ist, machen sich auch Investitionen in eine neue Heinzungsanlage - die nun wesentlich geringer ausgelegt werden kann - bezahlt. Auch moderne Fenster können ihr Potenzial erst in Verbindung mit gedämmten Wänden entfalten.

Es gibt zwei erprobte Konstruktionen der Außendämmung:

1. Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Beim Wärmedämmverbundsystem wird das Dämmmaterial direkt auf die Gebäudeaußenwand aufgebracht und anschließend verputzt oder mit einem Klinkerriemchen versehen.

Klinkerfassade Isoklinker-System und Fugenleit-System

 Dämmen und klinkern in einem - fundamentfrei

Putzfassade

Die Außenbeschichtung kann aus einem Kunststoffputz oder aus Kalk-Zementputz bestehen.

2. Mehrschalige Wand-Aufbauten

Vorhangfassade (hinterlüftete Fassaden mit Verkleidung, z.B. aus Holz)

Die Vorhangfassade erhält auf der Wetterseite statt eines Putzes oder Klinker eine Verkleidung z.B. aus Holz, Schiefer oder Kunststoff, die mit einer Unterkonstruktion an der Außenwand befestigt wird. In die Zwischenräume der Unterkonstruktion wird der Dämmstoff eingebracht.

In Kombination mit beiden Systemen bietet sich bei einem zweischaligen Mauerwerk eine Verfüllung der Luftschicht an. Dafür kann man zum Beispiel Perlite, ein mineralisches Schüttgut, verwenden.

Dämmstoffe lassen sich in drei Gruppen einteilen:

Anorganische bzw. mineralische Dämmstoffe: z.B. Blähton, Calziumsilikat, Mineralwolle, Schaumglas

Organische Dämmstoffe aus Erdöl: z.B. Polystyrolschaum oder Polyurethanschaum (PUR)

Organische Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen: z.B. Hanf, Holzfasern, Schafwolle und Zellulose

Besonders gute Dämmstoffe haben eine geringe Wärmeleitfähigkeit von maximal 0,035 W/(mK). Je nach Einsatzgebiet und Art des Bauvorhabens sollten entweder nicht brennbare (Kennzeichnung A), schwer brennbare ( B1) oder höchstens normal entflammbare (B2) Dämmstoffe verwendet werden. Weitere wichtige Eigenschaften sind der Widerstand gegen Feuchtigkeit, die Trittfestigkeit, das Gewicht, die ökologische Verträglichkeit und natürlich der Preis.