🏡  Newsletter 06/2026

Gebäudeforum klimaneutral

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NEWSLETTER Ausgabe 06/2026

WISSEN | BEST PRACTICE | IMPULSE | INTERVIEW | TERMINE

Kommunikation in der Energieberatung

Königsdisziplin Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften

Kommunikation ist ein Schlüsselfaktor für eine gute Energieberatung: Denn viele Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer entscheiden sich nur dann für energetische Sanierungsmaßnahmen, wenn sie nachvollziehen können, welchen konkreten Nutzen sie am Ende bringen. Gerade in Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften (WEGs) treffen teilweise aber sehr unterschiedliche Interessen, finanzielle Möglichkeiten und Erwartungen aufeinander. WEGs auf dem Weg zu einer energetischen Sanierung zu begleiten, zählt daher zu den Königsdisziplinen der Energieberatung. Ein neuer Leitfaden des Gebäudeforums klimaneutral gibt praxisnahe Tipps rund um die richtige Kommunikation in der Energieberatung – allgemein und mit besonderem Fokus auf WEGs. 

WISSEN

GModG

Das ändert sich

Der Bundestag hat am 10.07.2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen. Im Zentrum stehen wesentliche Neuerungen zum Heizungstausch. Die wichtigsten Änderungen im Überblick. 


Klimaneutrale Gebäude

Neues Rahmenwerk

Was bedeutet klimaneutrales Bauen konkret? Und wie lassen sich Gebäude nach diesen Maßstäben umsetzen? Ein überarbeitetes Rahmenwerk der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) bietet Orientierung. 


Baukulturbericht 2026/27

Planen und gestalten im Fokus

Nicht schneller, sondern klüger bauen: Im Juni 2026 wurde der Baukulturbericht veröffentlicht. Die neue Ausgabe rückt eine hochwertige Gestaltung und die Langlebigkeit von Gebäuden in den Mittelpunkt. 


Transformationsbarometer

Quo vadis, Bauwirtschaft?

Der Gebäudesektor soll bis Mitte des Jahrhunderts klimaneutral werden. Wo die Unternehmen der Bauwirtschaft aktuell stehen und welche Hürden sie sehen, zeigt eine Analyse der Bundesstiftung Bauakademie.

BEST PRACTICE

Fachwerkhaus

Energieeffizient ohne Komplettsanierung

Historische Bausubstanz und Energieeffizienz? Diese Kombination gilt vielen als Widerspruch oder Anlass zu einer kostspieligen Komplettsanierung. Ein Irrtum, bestes Beispiel: Ein rund 300 Quadratmeter großes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1870, das dank gezielter Innendämmung und intelligenter PV-Nutzung von einer Gas-Brennwerttherme auf ein klimaneutrales Heizsystem umgerüstet wurde. Grundlage war ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) sowie eine Heizlastberechnung.


Fenstertausch

Schnelle Effizienzgewinne 

Wie schnell amortisieren sich die aufgewendete Primärenergie und die CO2-Emissionen, die mit Herstellung und Einbau neuer Fenster einhergehen? Konkrete Antworten bietet eine aktuelle Studie von ift Rosenheim.

 

BAFA

Neuer Förderkompass

Der BAFA-Förderkompass bietet einen Überblick zu den aktuellen Förderprogrammen. Besonderes Plus: Die Inhalte sind zielgruppenspezifisch strukturiert, weiterführende Informationen mit einem Klick erreichbar. 

 

Nahwärmenetze im ländlichen Raum

Neue dena-Analyse

Nahwärmenetze sind ein wesentlicher Baustein für die Energiewende, scheitern aber immer wieder an Finanzierungsfragen. Eine neue dena-Analyse benennt Erfolgsfaktoren und wesentliche Handlungsfelder, um Nahwärmenetze erfolgreich umzusetzen. 

 

Tool-Tipp

PV-Anlagenplanung

Mit welchem Ertrag ist bei einer bestimmten PV-Anlage zu rechnen – und was wäre der optimale Wechselrichter? Planungsfragen dieser Art unter Beachtung spezifischer Standortbedingungen beantwortet das Online-Tool PV*SOL online. 

 

KIT

Hybrides Energiesystem

Auf derselben Fläche gleichzeitig Strom, Wärme und Kühlung erzeugen? Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat eine Lösung entwickelt – künftig könnten etwa Solarmodule, Solarthermie und Klimatisierung kombiniert werden. 

INTERVIEW

Bas Spanjers, Greifswald Moor Centrum

„Ausgerechnet die Bauwirtschaft könnte die Moore retten“

Trockengelegte Moore verursachen in Deutschland rund sieben Prozent der Treibhausgasemissionen. Mithilfe von Paludikulturen könnten sie wiedervernässt und zugleich wirtschaftlich nutzbar gehalten werden – etwa mit dem Anbau von Schilf, Rohrkolben oder Seggen. Paludi-Experte Bas Spanjers erklärt, warum ausgerechnet die Bauwirtschaft dabei ein wichtiger Schlüssel ist. 



🏡 Newsletter 05/2026

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NEWSLETTER Ausgabe 05/2026

WISSEN | BEST PRACTICE | IMPULSE | INTERVIEW | TERMINE

Kernsanierung in 22 Arbeitstagen

Was der Sanierungssprint leistet

Energetische Kernsanierungen dauern oft Monate – der Sanierungssprint schafft sie in rund vier Wochen. Möglich macht das ein stundengetakteter Bauzeitenplan, der dafür sorgt, dass die Arbeitsschritte aller Gewerke gut ineinandergreifen. Das Gebäudeforum klimaneutral zeigt, wie die Methode funktioniert und wo Herausforderungen liegen. 

WISSEN

Wärmepumpen im Bestand

Der ideale Projektablauf

Der Einbau einer Wärmepumpe im Bestand gelingt nur im Zusammenspiel mehrerer Gewerke. Sechs Phasen strukturieren den typischen Ablauf und zeigen, wie sich Fallstricke umgehen lassen. 


Elektrifiziert und digital

Effiziente Gebäude

Eine neue Studie des Fraunhofer ISI im Auftrag des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) beziffert ganzheitlich, wie viel Elektrifizierung und Digitalisierung einsparen – und was das für die Betriebskosten bedeutet. 


Hitzerekorde

Jedes zweite Gebäude nicht vorbereitet

Deutschland hat gerade neue Hitzerekorde erlebt – und die Hälfte der Menschen weiß, dass ihr Zuhause solchen Extremen nicht gewachsen ist. Das zeigt eine neue Umfrage. 

Kaiserslautern


Vom Fabrikgelände zum Klimaquartier

Wo früher Nähmaschinen vom Band liefen, entsteht heute ein klimaneutrales Stadtquartier. Das Reallabor EnStadt:Pfaff liefert Erkenntnisse, von denen auch andere Kommunen profitieren. 

BEST PRACTICE

Doppelhaushälfte in Berlin

Ökologische Sanierung trotz Denkmalschutz

Wie lässt sich ein denkmalgeschütztes Wohnhaus energetisch und ökologisch modernisieren, ohne seine historische Substanz zu verlieren? Bei einer Berliner Doppelhaushälfte von 1927 kamen natürliche Baustoffe wie Strohpaneele mit Lehmputz, Flächenheizungen und eine Zellulosedämmung zum Einsatz. Eine integrierte Regenwassernutzungsanlage ersetzt zudem fast die Hälfte des täglichen Wasserbedarfs – ein beispielhaftes Zusammenspiel von Denkmalschutz, Wohnkomfort und Ressourcenschonung. 


BEG-Förderung

Das ist neu

Seit 21.07.2026 gelten neue Bedingungen für die Gebäudeförderung. Die Grundförderung bleibt, Einkommens-, Familien- und WPB-Boni werden gestärkt und ausgeweitet. Zugleich sinken Förderhöchstbeträge und Zuschüsse schrittweise.

 

Energiesprong ScaleUp Alliance

EFH-Sanierung skalieren

Das Kompetenzzentrum Serielles Sanieren der dena startet ein Kooperationsformat für Akteure, die die serielle EFH-Sanierung voranbringen wollen. Den Auftakt bildet eine Skalierungswerkstatt beim Energiesprong-Festival am 07./08.09.2026. 

 

Wohnungslüftung

Wärme zurückgewinnen

Eine dena-Analyse zeigt: Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können Wärmeverluste um 50 bis 70 Prozent senken. Sie ergänzen Wärmepumpen sinnvoll, beugen Feuchteschäden vor und entlasten das Stromnetz. 

 

BDB-Bauplan

Zehn Punkte für Resilienz

Der BDB-Resilienz-Bauplan benennt zehn Handlungsfelder, um Gebäude, Quartiere und Infrastruktur krisenfester zu machen – von Risikoanalysen über Bestand, Ressourcen und regionalen Bauweisen bis zur sozialen Resilienz. 

 

WEG-Praxisguide

Mailings abonnieren

Praxiswissen rund um Wohnungseigentümergemeinschaften abonnieren: Das Gebäudeforum versendet mehrmals im Jahr Mailings zum WEG-Praxisguide und bietet Hinweise auf neue Praxisinhalte, Tools und Veranstaltungen. 

 

Leserumfrage

Themen gesucht

Welche Themen und Formate helfen Ihnen bei Ihrer täglichen Arbeit rund um Gebäudeenergie und Klimaneutralität besonders? Sagen Sie uns, welche Inhalte Sie vom Gebäudeforum klimaneutral künftig benötigen. 

INTERVIEW

Julia Dorn und Martin Bittmann, Plattform-E

„Einfach bauen heißt nicht, schlechter zu bauen“

Der Gebäudetyp E soll Bauen einfacher, günstiger und klimafreundlicher machen. Julia Dorn und Martin Bittmann von BuildSystems haben mit der Plattform-E eine Anlaufstelle geschaffen, die Projekte, Wissen und Akteure rund um einfaches und experimentelles Bauen vernetzt. Im Interview erklären sie, warum es dabei nicht um weniger Qualität geht – sondern um bessere Entscheidungen, mehr Vertrauen und eine neue Baukultur.